Was zählt der Kaufnebenkostenrechner zusammen?
Der Kaufpreis ist die Ausgangsgröße, aber noch nicht der gesamte Geldbedarf. Dieser Rechner addiert fünf eingegebene Kostenpositionen: eine angenommene Grunderwerbsteuer, geschätzte Notarkosten, geschätzte Grundbuchkosten, deinen eigenen Makleranteil und weitere Kaufkosten als Eurobetrag. Das Ergebnis zeigt sowohl die Summe der Nebenkosten als auch Kaufpreis plus Nebenkosten.
Prozentsätze bewusst selbst festlegen
Die vorbelegten Zahlen dienen nur der Demonstration. Es gibt hier keine Bundeslandauswahl und keine automatische Prüfung eines Steuersatzes. Verwende den für deinen konkreten Erwerb maßgeblichen Satz. Der Rechner multipliziert ihn vereinfachend mit dem vollständigen Kaufpreis. Abweichende steuerliche Bemessungsgrundlagen oder Ausnahmen werden nicht ermittelt.
Notar- und Grundbuchkosten werden ebenfalls nur prozentual geschätzt. Der Rechner bildet keine gesetzlichen Gebührentabellen und keine einzelnen Beurkundungs- oder Eintragungsvorgänge nach. Ein tatsächlicher Kostenansatz kann daher abweichen. Beim Makler trägst du ausschließlich deinen eigenen zu zahlenden Anteil inklusive gegebenenfalls enthaltener Umsatzsteuer ein, nicht eine auf mehrere Parteien verteilte Gesamtprovision.
Doppelzählungen vermeiden
Weitere Kaufkosten sind ein fester Zusatzbetrag. Trage dort nur Ausgaben ein, die in den Prozentfeldern noch nicht enthalten sind. Renovierung und Einrichtung lassen sich anschließend im Kapitalbedarfsrechner ergänzen. Laufende Wohnkosten oder spätere Kreditzinsen gehören nicht zu dieser einmaligen Kostenaufstellung.
So wird gerechnet
Nebenkosten = Kaufpreis × (Steuer + Notar + Grundbuch + eigener Makleranteil) ÷ 100 + weitere Kaufkosten. Gesamtsumme = Kaufpreis + Nebenkosten.
Alle Eingaben werden ohne Zwischenrundung verarbeitet. Die Anzeige rundet Geldbeträge auf Cent. Dadurch können angezeigte Einzelwerte in der letzten Nachkommastelle von einer aus gerundeten Zahlen gebildeten Summe abweichen. Für die Prüfung stehen die Annahmen und Ergebnispositionen auch als CSV zur Verfügung.
Drei bebilderte Rechenbeispiele
Diese Zahlen erklären den Rechenweg; sie beschreiben keine aktuellen Angebote oder verbindlichen Kosten.
350.000 Euro Kaufpreis mit Makleranteil
Kaufpreis: 350000 €; Grunderwerbsteuer – eigener Satz: 5 %; Notarkosten – Schätzung: 1.5 %; Grundbuchkosten – Schätzung: 0.5 %; Eigener Makleranteil inkl. Umsatzsteuer: 3.57 %; Weitere Kaufkosten: 1000 €.
Die Nebenkosten betragen 37.995,00 €. Zusammen mit dem Kaufpreis ergeben sich 387.995,00 €. Die Grafik zerlegt die Nebenkosten in die eingegebenen Positionen.
Derselbe Kaufpreis ohne Makleranteil
Kaufpreis: 350000 €; Grunderwerbsteuer – eigener Satz: 5 %; Notarkosten – Schätzung: 1.5 %; Grundbuchkosten – Schätzung: 0.5 %; Eigener Makleranteil inkl. Umsatzsteuer: 0 %; Weitere Kaufkosten: 1000 €.
Die Nebenkosten betragen 25.500,00 €. Zusammen mit dem Kaufpreis ergeben sich 375.500,00 €. Die Grafik zerlegt die Nebenkosten in die eingegebenen Positionen.
Höherer Kaufpreis bei gleichen Prozentsätzen
Kaufpreis: 450000 €; Grunderwerbsteuer – eigener Satz: 5 %; Notarkosten – Schätzung: 1.5 %; Grundbuchkosten – Schätzung: 0.5 %; Eigener Makleranteil inkl. Umsatzsteuer: 3.57 %; Weitere Kaufkosten: 1000 €.
Die Nebenkosten betragen 48.565,00 €. Zusammen mit dem Kaufpreis ergeben sich 498.565,00 €. Die Grafik zerlegt die Nebenkosten in die eingegebenen Positionen.
Welche Angaben müssen separat geprüft werden?
Der Rechner prüft weder ein Kaufobjekt noch Einkommensnachweise, Sicherheiten oder Kreditkonditionen. Die eingetragenen Kosten müssen zum konkreten Projekt passen. Laufende Wohnkosten, Kreditgebühren, Bereitstellungszinsen und spätere Zinssatzänderungen sind nicht automatisch enthalten. Erfasse zusätzliche einmalige Kosten in einer passenden Europosition, ohne sie doppelt zu zählen.
Häufige Fragen
Sind die vorbelegten Prozentsätze verbindlich?
Nein. Sämtliche Werte sind Beispielannahmen. Der Rechner ermittelt weder gesetzliche Steuersätze noch individuelle Gebühren oder Vertragskosten.
Warum bleibt eine Reserve außerhalb des Kaufbudgets?
Im Kapitalbedarfs- und Budgetmodell wird die Reserve vom vorhandenen Eigenkapital abgezogen. Sie ist damit kein Geld, das für den Kauf bereits ausgegeben wird.
Bedeutet ein positives Ergebnis eine Finanzierungszusage?
Nein. Es ist das rechnerische Ergebnis deiner Eingaben. Die tatsächliche Finanzierung und die Tragfähigkeit müssen getrennt geprüft werden.
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